VIMARIA REYCH 85
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Unsere Ehrenschlaraffen:

Faust
Johann Wolfgang von Goethe

Funke
Friedrich von Schiller

Torquato der Rapsode
Franz Liszt

Parsival
Richard Wagner

Don Juan

Wolfgang Amadeus Mozart

Gaudeamus
Viktor von Scheffel

Oberon von Oßmanstdt
Christoph Martin Wieland

 

Schlaraffia VIMARIA
Reychsnummer 85
Reychsfarben: schwarz – gelb rot
Tochter der hohen Gotaha, Reychsnummer 28,

Vimaria, gegründet am 7. des Christmondes anno Uhui 26, profan 1885
durch Rt. Toggenburg der Gewaltsame der hohen Gotaha,
seines Zeichens Großherzoglicher Sächsischer Hofschauspieler.

Ausfertigung der Sanktionsbulle durch die Allmutter Praga am 16. im Eismond 1587, a.U. 28.Sanktionsfeyer erfolgte am 22. im Hornung a.U. 28

Als Gründer der Vimaria verzeichnet die Geschichte den Namen des Ritters Toggenburg
der Gotaha, welchem sich die in dem profanen Weimar weilenden Ritter Lohengrin der Moguntia, Paganini der Maninheimbia, Mazur der Magdeburgia, Junker Otto der Hannovera, sowie Ehrenpilger Nimrod der Lipsia, angeschlossen hatten. Ihnen ist es zu danken, dass auf dem Boden, auf dem dereinst unsere Geistesheroen Funke und Faust gewandelt, dem Uhu ein neues Reych entstanden ist, welches sodann üppig blühend und gedeihend eine Zierde Allschlaraffias geworden.
Die Erzschlaraffen aber heißen, außer den vier vorgenannten Rittern, Goliath der Melancholiker, Nimrod der Schwarze, Au der Radischinder, Böpfel der Sittsame, Hinko der Weißwestige, Ares der Thonkünstler, Barbarossa der Wasserhahn, Cicero der Normal-mensch, Fips das Windspiel, Helmling der Pechvogel, Hottchen mit der gelben Hand, Vino der Schneidige, Kleber der Mehlige, Kleist der Zangenschwinger, Kloß der Rohe, Janko von Fafa, Löwe der Busenfreund, Masetto der Gereizte, Philotas der Jungfreuliche, Ramiro 1., Spiegelei der Schlangenmensch, Straduarius der Topfgucker, Urach von Bleichwang, Zephyr aus der Unterwelt. 28 Ritter und 1 Junker.
Am 7. des Christmondes anno Uhui 26 wurde an den Obengenannten durch Herrlichkeit Säugling der Mutter Gotaha, unter Assistenz Sr. Herrlichkeit Querkopf, Sr. Vieledeln Purx, den Rittern Pimper, Falstaff, Krakeel, Pegasus, Lupus, Foliant, Drehmoletto und Junker Ludwig desselben hohen Reyches, in gar feyerlicher Sippung der Ritterschlag ertheilt, wobei die hohe Lipsia , vertreten durch Herrlichkeit Drehmolo, die Ritter Grane, Quelling, Rappo und Tunnel die Patenstelle übernommen hatte.

Zu Würdenträgern aber erwählte man die Herrlichkeiten Lohengrin, Au und Böpfel, zum Kantzellar den Ritter Toggenburg, Marschall Ritter Nimrod, Junkermeister Ritter Mazur, Schatzmeister Ritter Kleber, Ceremonienmeister Ritter Ramiro1. der Pinselschinder. Die Burg aber heißt bis auf den heutigen Tag die Funke-Faust-Burg, allwo sich an jedem Montag(damals) die Sassen der Vimarias zu fröhlichem Thun versammeln.
Und gar fröhlich war das Thun und Treiben, welches sich in den Räumen der Burg entfaltete.
Ein Strahl von Funkes und Fausts Geist schwebte über der jungen Gemeinde und begeisterte dieselbe zu schönen Thaten, im Geiste unseres Wahlspruches: „ In arte voluptas“ und so kam es, dass nach überstandenem Prüfungsjahre am 16. im Eismond a.U. 28 die Sanction der Colonie ausgesprochen und Vimaria in die Reihe der Reyche aufgenommen wurde, wo sie, wenn auch noch jung an Jahren, doch schon heute einen Ehrenplatz einnimmt.

Als Prophet sprach Ritter Kloß am 2. Stiftungstage die schönen Worte:

Nicht leere Worte sind den Lippen entflohen;
Die Worte, sie mahnen uns fort und fort
Der Schlaraffia zu werden ein fester Hort,
Nimmer zu wanken, nimmer zu weichen,
Dann werden das höchste Ziel wir erreichen.
Das sei unser Spruch, das sei unsre Wahl.
„LULU Schlaraffia“ allüberall.

Auf dem III. Concile zu Monachia (a.U. 29 /1888 ) war die Vimaria in ganz hervorragender Weise durch Herrlichkeit Mosihi vertreten, einen jungen Ritter, aber Schlaraffe vom Scheitel bis zur Sohle, der die Zunge auf der rechten Stelle hat und sie auch zu gebrauchen weiß.
Allschlaraffia braucht Männer, wie Herrlichkeit Mosihi, Männer, welche das Talent besitzen, zu rechter Zeit das rechte Wort zu sprechen, die zugleich im Stande sind, fruchtbringende Anregungen zu geben und somit eine Stagnation unseres Bundeslebens zu verhüten.
(Rt. Mosihi der Unbefangene, profan Rechtsanwalt in Erfurt, Oberschlaraffe der Vimaria von 1587 bis 1595, a.U. 36 führte das Reych zu schneller und anhaltender Blüte. Am 18. im Ostermond 1591, also a.U. 32 gründete genannter Rt. Mosihi unser Tochterreych Erforda, Reychsnummer 109)
Die Vimaria aber zählte zu dieser Zeit 26 Ritter, 3 Junker, 2 fahrende Ritter, 1 Ehrenoberschlaraffen, 6 Ehrenritter, 2 Ehrenpilger.
Die Würdenträger aber waren die Herrlichkeiten Kleist, Mosihi, Schwindowsky, Kanzler Naso die Fundgrube, Marschall Löwe der Busenfreund, Junkermeister Fips das Windspiel, Schatzmeister Lafite der Zitteraal, Ceremonienmeister Kloß der Rohe. 10 Ritter, 1 Junker und 1 Ehrenpilger betheiligten sich an dem Schlaraffensommerfeste zu Eisenach, sowie 4 Ritter und zwar Herrlichkeit Mosihi und die Ritter Löwe, Fetter und Masetto an dem 25 jährigen Jubelfeste der Berolina. Aber auch im geistigen Schaffen blieb Vimaria hinter keinem Reyche zurück; nennt es doch mit gerechtem Stolze unter so vielen anderen wackeren Recken den Ritter Grane den Seinigen. Freilich schied im Jahre 1591 Herrlichkeit Mosihi aus der Vimaria und glänzend waren die Ovationen, welche man dem Scheidenden brachte, aber getrost konnte er seinen Stab weitersetzen, die Saat, welche er pflanzen geholfen, ist im üppigen Aufgehen begriffen und in seinem Geiste walten seine Nachfolger. Sowohl bei den Concilsvorbereithungen, als auch bei dem letzten Concile ( a.U. 34 zu Dresdensia ) selber war die Vimaria durch Herrlichkeit Drehmolo vertreten und stimmte stets im Interesse des Ganzen für die Annahme der Vorlagen.
Das Reych aber zählt zu dieser Zeit 30 Ritter, so im Reyche sesshaft waren, 4 fahrende Ritter, 5 Ehrenritter, 1 Ehrenpilger.
Die Würdenträger aber waren: die Herrlichkeiten Drehmolo, Tietzjahn und Tiefquart, Kantzellar Se. Vieledeln Pestalozzi, Marschall Cellober, Junkermeister Mazur, Schatzmeister Lafite, Ceremonienmeister Couplet von der sogenannten Kunst.
Von den genannten Sassen sind 11 Erzschlaraffen.
( Aus der „ Chronica Allschlaraffiae“ Praga 1898)

Die Jahre gingen dahin. Der erste Weltkrieg kam und blieb nicht ohne hemmende Auswirkung.In den 20er Jahren aber kam es dann zu einer neuen Blüte des Reyches. In der Winterung a.U. 69/70 zählte die Vimaria: 30 Ritter, acht fahrende Ritter, ein Erbschlaraffe, ein Knappe. Zu den mit dem Deutschen Nationaltheater aktiv verbundenen Sassen gehörte damals der Rt. Dramaturgenieff von der Reliefbühne, der Generalintendant Dr. phil. Franz Ulbricht.
Herrlichkeit der Kunst aber war der Rt. Flucht aus dem Alltag, der profane Schriftsteller Gustav Schröer, dessen Bauernromane zu den meistgelesenen Werken der Unterhaltungsliteratur gehörten. Er hielt der Vimaria die Treue bis zur Auflösung des Bundes Deutsche Schlaraffia und ritt am 17.10. a.U. 90 (1949) gen Ahall.

In der Jahrung 75/76 bestand das Reych noch aus: 20 seßhaften, drei fahrenden Rittern und einem Knappen. Würdenträger waren: OÄ Lieblab der Frohweise, OI Genia der Logische, OK Flucht aus dem Alltag, K Rhapso du Moussee, M Steinbock der Kannibale, J Feuerbereit die Stimmkanone, Sch Teja mit der Königin der Nacht, C Brom der Versilberte.

In der letzten Jahrung vor der Auflösung leitete als einzige Herrlichkeit Brom der Versilberte das Reych. Die Sassenschaft war zusammengeschmolzen auf 12 sesshafte, zwei fahrende Ritter und einem Junker. Diese letzten wehrhaften Recken führte das Reych in der uhufinsteren Zeit in der Form eines Stammtisches weiter.
Mittelpunkt des Stammtisches war die um das Reych hochverdiente Erbherrlichkeit Pestalozzi der Süßwangige. Ihm ist es in der Hauptsache zu verdanken, dass das Reych als Stammtisch die uhufinstere Zeyt überdauerte. ( aus „ 100 Jahre Schlaraffia“ Band II / Chronik des Verbandes Allschlaraffia 1959)

Nach den uhufinsteren Jahren des 2. Weltkrieges begannen die noch vorhandenen Sassen der Vimaria, verstärkt durch versprengte Sassen der ehemaligen deutschen Ostgebiete wieder neue schlaraffische Aktivitäten zu entwickeln. Unter Führung der letzten OS aus der Vorkriegszeit, den Rtt. Lieblab, Genia und Pestalozzi fanden sich bis zu 20 Sassen zunächst noch in öffentlichen Lokalen, später nur noch in Heimburgen zusammen, da die Schlaraffia behördlich nicht zugelassen wurde.
Mit der Wiederbelebung der Vimaria wurde auch der Schulterschluss zu den anderen „Ostreychen“ gesucht. Dazu diente u.a. die „Kombinierte Auferstehungssippung der Thüringer Reyche“ a.U. 91 in der Heimburg des Rt. Maximaro. Hier waren neben der Erforda und Geraha noch die Reyche Ysenaha, Nordhusia, Molhusia, Gotaha und Chemnitzia vertreten.

Von a.U. 100- 112 bis zu seinem Weggang nach Coburg lenkte der von der ehemaligen Hala nach Weimar übergesiedelte Rt. Mark- Ehe auf dem Thron die Geschicke der immer kleiner werdenden Vimaria.
Der personelle Rückgang war bedingt durch den zunehmenden politischen Druck im profanen Bereich, der jüngere, im Beruf stehende Interessenten von einem Beitritt abhielt die vermehrte Abwanderung der fast ausschließlich im Rentenalter befindlichen Sassen nach dem Westen die durch den hohen Altersdurchschnitt bedingten Ahallaritte. Die einzigen „jugendlichen“ Zugänge in diesem Zeitraum sind die nachmaligen Rtt. Aleman und Datus.

Anlässlich des 90. Stiftungsfestes a.U. 117 übernimmt Rt. Datus erstmals in der Glockenburg in Apolda den Thron der Vimaria, die zu diesem Zeitpunkt noch aus vier Sassen besteht. Das 100. Stiftungsfest wird trotz der geschrumpften Sassenzahl auf nunmehr drei, mit Hilfeunserer Tochter Erforda in deren Festburg feierlich begangen, und gestaltet sich mit 87 Gästen aus 24 Reychen zur bis dato größten schlaraffischen Veranstaltung im Osten.

Nach der politischen Wende beginnt die Vimaria, beflügelt durch den weisen
ASR- Beschluss, den 8 in der ehemaligen DDR noch sippenden Reychen, den Status eines „im Wiedererstehen befindlichen Reyches“ zuzuerkennen, neue Hoffnung zu keimen. Erste Pilger und Prüflinge können begrüßt werden. A.U. 133 kommt nach über 13jähriger Pause die Matrikelrolle der Vimaria wieder in Bewegung. Aus der profanen Städtepartnerschaft Weimar- Trier erwächst schlaraffische Verbindung, die darin gipfelt, dass 3 Sassen des Reyche Augusta Trevirorum Sassen der Vimaria werden und somit „Aufbauhilfe“ leisten. In der Winterung 134/135 kann die Vimaria erstmals in der Mindestbesetzung OS/K/M/J/C wieder eine Sippung aus eigenen Reihen gestalten. Ab a.U. 136 wird Rt. Lum- Bazi (ehemals Augusta Trevirorum) neben Rt. Datus auf den Thron gewählt und lenkt bis a.U. 143 die Geschicke des Reyches. Die Sassenzahl stieg nun kontinuierlich, die Sippungsfrequenz erhöhte sich. Das schlaraffische Leben bewegte sich mit Ritterschlägen, Uhubaumfeyern, Junker- und Knappensippungen, Sommerfesten sowie zahlreichen Reychsein- und ausritten wieder im gewohnten Rahmen entsprechend Spiegel und Ceremoniale. Im Lenzmond a.U. 139 tagte der DSR in Weimar und seine Mitglieder zeigten sich erfreut über das schlaraffische Leben im Reych.
Höhepunkt der bisherigen Entwicklung war die feierliche Wiederaufnahme des Reyches am 21. im Ostermond anno Uhui 142 in Allschlaraffia.
Im großen Saal des Weimarer Volkshauses vor annähernd 400 Gästen nahm der 1.Vorsitzende des ASR, Rt. Inkasso, die nunmehr 20 Sassen der Vimaria in symbolischer Umarmung in den Bund auf.
Nachdem ab a.U. 132 wieder in der Öffentlichkeit gesippt werden konnte, musste die Vimaria mehrmals aus profanen Gründen die ambulanten Burgen wechseln, bis es endlich gelang, am 2.im Lethemond a.U. 145 eine dauerhafte Funke-Faust-Burg im Restaurant „Ilmschlößchen“ zu weihen, deren gelungene Ausgestaltung die Anziehungskraft für schlaraffische Gäste und einheimische Interessenten erhöhte. Rt. Datus konnte a.U. 147 sein 30jähriges Thronjubiläum begehen. Neben ihm fungierten in kürzeren Zeiträumen die Rtt. Lach- Muss und Elexius auf dem Thron. Zur Zeit sind es die Rtt. ArtEmys und Ginkgo- Star. Sie können auf die erfreuliche Zahl von mittlerweile 35 Sassen schauen. Nicht zuletzt trugen die über 10jährigen Tätigkeiten des Kantzlers Rt. Nano und des Schatzmeisters Rt. Pendolino wesentlich zum kontinuierlichen Wachstum des Reyches bei. Das Reych Vimaria ist dankbar für die vor 20 Jahrungen nie für möglich gehaltene Entwicklung und sieht hoffnungsvoll und erwartungsfroh dem 125. Jahrestag seiner Gründung entgegen, welcher aber erst am 19. im Lenzmond a.U. 152 feierlich begangen wird. ( Datus OÄ und Berichterstatter a.U. 149)

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